Apeman ID 73 – Testbericht
Wir haben die Apeman Innenkamera für Euch ausgiebig getestet. Insgesamt sind wir in Anbetracht des Preises zu einer guten Bewertung gekommen. Bei der Kamera handelt es sich um ein Einsteigerprodukt aus dem asiatischen Markt. Nicht nur der äußerst geringe Anschaffungspreis sondern auch ein großer Funktionsumfang sprechen für die Kamera.
Packungsinhalt

Verpackungsmaterial
Die Kamera ist ordentlich verpackt. Neben der Kamera gehören ein weißes Micro-USB-Kabel, ein Netzstecker, eine Deckenhalterung, die deutsche Bedienungsanleitung und Schrauben / Dübel zur Befestigung.
Die Einrichtung
Überwachungskameras aus dem asiatischen Markt haben oft eine schlechte Verarbeitungsqualität und eine schlecht übersetzte bzw. nicht vorhandene deutsche Bedienungsanleitung. Auf die Apeman ID 73 trifft das nicht zu. Für den Preis fühlt sie sich sehr gut verarbeitet an und auch die Bedienungsanleitung ist gelungen. Sie ist sehr gut verständlich und in gutem Deutsch geschrieben.
Um die Kamera einrichten zu können, muss zunächst der QR-Code in der Bedienungsanleitung mit dem Smartphone oder Tablet gescannt werden. Im Anschluss wird man automatisch auf die richtige App im App Store (IOS) bzw. Play Store (Android) weitergeleitet.
Hat man das richtige Betriebssystem ausgewählt kann man die App „IPC360“ kostenfrei downloaden. Um diese auch nutzen zu können, ist es notwendig, sich beim der ersten Benutzung zu registrieren. Im Anschluss der Registrierung kann man die Kamera einrichten. Dazu klickt man in der rechten oberen Ecke auf das + (Bild 1).
Im Anschluss kann zwischen zwei Verbindungsmethoden gewählt werden. (Bild 2) Zwischen der drahtlosen und der kabelgebundenen Lösung. Aus Bequemlichkeit habe ich mich für die kabellose Methode entschieden. Diese ist sehr einfach und hat beim ersten Mal reibungslos funktioniert. Hat man diese gewählt, sollte man zuerst sicherstellen, dass die Kamera sich im Einrichtungsmodus befindet. Dies erkennt man an der langsam blinkenden, roten LED. Wird die Kamera zum ersten Mal eingerichtet, sollte dies der Fall sein. Falls nicht hilft einem der Infotext in der App weiter.
Im nächsten Schritt müssen die WLAN-Zugangsdaten eingegeben werden. (Bild 4) Wichtig ist, dass die Kamera nur ein 2,4 G Netz unterstützt.
Sind die Zugangsdaten korrekt eingegeben schaltet die Kamera im nächsten Schritt auf den Kopplungsmodus. (Bild 5) In diesem gibt das Smartphone oder Tablet eine hohe Tonfolge aus, welche von der Kamera erkannt wird. Damit dies reibungslos funktioniert, sollten Umgebungsgeräusche minimiert und die Smartphone-Lautstärke erhöht werden. Im Anschluss gibt die Kamera eine Bestätigungsansage über den Kameralautsprecher aus.
Im letzten Schritt zeichnet die Kamera ein 360° Panoramaphoto auf (Bild 6). Dies ist insbesondere für die Orientierung in der App sinnvoll. Dazu zeichnet die Kamera zahlreiche Einzelbilder auf und setzt diese in einem sehr breiten Bild zusammen. Sinnvoll ist es das Panoramabild erst nach der Montage zur fertigen. Falls man dies vorher erledigt hat, kann man das im Menü später nachholen.
Im Anschluss des Panoramafotos ist die Kamera eingerichtet und kann in der App an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.
Die Überwachungskamera App

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6
Bei der Benutzung der App fällt sofort auf, dass sich für den geringen Preis außerordentlich viele Einstellungen vornehmen lassen. Außerdem ist die Menüsprache in verhältnismäßig gutem Deutsch übersetzt. Das Menü ist sehr verständlich und gut strukturiert. Zwar ist die Übersetzung der „Cloud“ in „Wolke“ irreführend, allerdings handelt es sich hierbei um Ausnahmen.
Weitere Funktionen

Bei der Deckenmontage, lässt sich das Kamerabild auf den Kopf stellen. Man kann die Status-LED auf Wunsch deaktivieren und vieles mehr. Wichtig zu erwähnen, ist dass auf die eingerichtete Kamera von überall zugegriffen werden kann. Auch außerhalb des eigenen WLAN-Netzwerkes. Dazu wird eine P2P-ähnliche Umgebung realisiert. Dies klappt ausreichend zuverlässig.
Die Kamera verfügt laut den Einstellungen über eine ONVIF Schnittstelle. Diese konnte jedoch noch nicht getestet werden. Nach bisherigen Informationen funktioniert ONVIF bei diesem Modell noch nicht.
Alle Aufnahmen können auf der nicht mitgelieferten Micro-SD Speicherkarte oder in der Cloud gespeichert werden. Die Cloud ist jedoch auf Dauer gebührenpflichtig. Während des Livestreams können Aufnahmen auch direkt auf dem Endgerät gespeichert werden.

Die Kamera verfügt neben der Nachtsichtfunktion ebenfalls über eine Bewegungserkennung. Die Empfindlichkeit lässt sich in den Einstellungen anpassen. Hier zeigt sich insbesondere der geringe Anschaffungspreis. Durch die Bewegungserkennung werden softwaretechnische verschiedene Veränderungen im Bildbereich erkannt. Diese Veränderungen führen zu einem Alarm. Im Gegensatz zu teureren Kameramodellen verfügt die Apeman Innenkamera nicht über einen zusätzlichen PIR-Wärmesensor. Somit kommt es auch hier häufiger zu Fehlalarmen. Weiterhin löst nicht jede Bewegung einen Alarm aus. Der Alarm ist durch den sehr moderat gehaltenen, eingebauten Lautsprecher ziemlich leise. Zusätzlich wird eine Alarm Push-Nachricht auf das Smartphone / Tablet gesandt. Sie wird wenige Sekunden nach Alarmeingang verschickt, enthält neben dem Kameranamen jedoch keine weiteren Daten, wie Fotos oder Videodateien.
Wir empfehlen sich nicht auf die Bewegungserkennung zu verlassen. Eine Loop Aufnahme bzw. dauerhafte Aufnahme sorgt dafür, dass keine Details verloren gehen.

Leider hängte sich die App bei der Benutzung einmal auf. Nach dem App-Neustart funktionierte alles wieder problemlos.
Dank des aufgenommenen 360° Panoramaphoto kann sich die Kamera besser orientieren. Das Bild ist wird jederzeit wie ein Zeitstrahl eingeblendet. Auch während des Lifestreams. Ein Fingertipp auf eine beliebige Stelle, lässt sich Kamera automatisch die gewählte Position ansteuern. Damit die Kamera immer die richtige Ausgangsposition ansteuern kann, sollte vorher ein Fixpunkt gespeichert werden.
Zusätzlich können verschiedenen Zeiten eingestellt werden, in denen die Kamera bestimmte Punkte ansteuert. Ein solcher Zeitstempel wird in der App über das Uhrensymbol erfasst und schließlich auf der gewählten Stelle im Panoramafoto durch ein Ausrufezeichen im Dreieck sichtbar. Für ein solches Einstiegsmodell wie die Apeman ID 73 eine erstaunliche Funktion. Weiterhin lassen sich Fotos bzw. Videos aufzeichnen oder der Ausgangspunkt ansteuern. Falls Aufnahmen auf der eingelegten Micro-SD Karte oder in der Cloud gespeichert sind, lassen sich diese ebenfalls über den Zeitstrahl abrufen. Speicherkarten mit bis zu 64 GB werden von der Kamera unterstützt.
Das Kamerabild
Die Videoqualität bei Tag und Nacht ist angesichts des Preises sehr zufriedenstellend. Das Bild bei Tag und Nacht wird sehr klar. Sogar bei schlechten Lichtverhältnissen liefert die Kamera akzeptable Bilder. Die Videoauflösung beträgt Full HD, also 1920 x 1080 Pixel. Zudem verfügt die Kamera über ein ausreichend breites Sichtfeld.

Mehrere Infrarot-LEDs sorgen für eine gute Nachtsicht im Dunkeln. Die LEDs passen automatisch ihre Helligkeit an, sodass es selten zu einer Überbelichtung kommt.

Fazit
Die Apeman ID73 ist eine wirklich gelungene Überwachungskamera für einen erstaunlich günstigen Preis. Sie zeichnet sich durch eine Menge Funktionen aus und bietet eine gute App. Die gute Bildqualität kann manche Aussetzer der App verschmerzen. Auch die geringe Baugröße ist gerade bei einer Deckenmontage äußerst praktisch.
Für das eigene Zuhause ist die Apeman eine super Einsteigerkamera. Trotzdem sollte man das Thema Datensicherheit nicht vernachlässigen. Eine zusätzliche Verschlüsselung wie HTTPS oder SSL sucht man bei der Apeman ID 73 vergeblich. Denn auch hier muss sich zuvor in der App registriert werden. Möchte man regelmäßig sensible Bereiche filmen, sollte man lieber auf ein deutsches Markenprodukt zurückgreifen.
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